Tim Bergling, alias Avicii: Scheinbar ein weiteres Opfer der Kranhkeit Depression

Avicii’s Todesursache wohl geklärt – Eindeutige Anspielungen der Eltern

Diversen übereinstimmenden Medienberichten zufolge (wie etwa von “Die Welt”), haben sich die Eltern von Tim Bergling, alias Avicii nun zu seinen Todesumständen geäußert. Dementsprechend habe er schon länger “gekämpft” und am Sinn des Lebens gezweifelt sowie über weitere existenzielle Fragen des Lebens gegrübelt wie etwa über der Frage nach dem Glück. Dieser Blogeintrag übernimmt absichtlich einiges aus dem Blogeintrag zum letztes Jahr an Suizid verstorbenen Musiker Chester Bennington. Damit soll, sozusagen als Stilmittel, verdeutlicht werden, dass, wenn es um Suizid geht, die Folge einer Erkrankung, nämlich der Depression, thematisiert wird. Und diese Erkrankung scheint ähnliche Symptome, Begleiterscheinungen und Folgen bei allen zu haben, die nicht eine heilsame Therapie und medizinische Behandlung erfahren.

Tim Bergling, Avicii  1989 – 2018

Möge seine Seele Ruhe und Frieden finden!

Unsere verpassten Lebenschancen: Ein trauriges Beispiel – Ibiza-Party

Sätze wie: “Carpe diem – nutze den Tag” oder “Lebe jeden Tag als ob es dein letzter wäre” scheinen uns in einer von der Wirtschaft, von Konsum und damit von Erwerbstätigkeit und Zeitmangel beherrschten Gesellschaft als nette aber irgendwie unrealistische Floskeln. Als 2016 das letzte Konzert von Avicii stattfand, werden vermutlich einige in diese Richtung gedacht haben: “Wow, Avicii würde ich schon gerne sehen/hören, aber das ist mir jetzt zu weit weg/zu teuer und vielleicht tritt er ja doch mal wieder auf nach seiner Pause!” Man sieht an diesem Beispiel und an der Tatsache, dass eine einmalige Chance für viele unwiderbringlich gestorben ist, dass die Zeit kostbar und jeder Tag ein Geschenk ist, welches weder selbstverständlich noch sicher ist. An dieser Stelle wollen wir von LifeCompanion dazu ermutigen, sich feste Lebensziele zu machen und sie zu verfolgen, anstatt sie vor sich herzuschieben. Das geht auch klasse in der App im Bereich “Ich” oder für alle Smartphoneverweigerer mit einem einfachen Kalender oder Memobuch. Auch die Sterbeforschung von Kübler Ross u.a. in der App können hier zeigen, dass mehr gemachter Urlaub oft mehr wert ist für Sterbende als mehr Geld auf dem Konto.

Im nachfolgenden Video kann man sein letztes Konzert, das auf Ibiza stattfand, teilweise nachsehen/-hören.

Depressionen und Suizid: Randphänomene?

Was meinen Sie, wie viele Verkehrstote haben wir jährlich in Deutschland? Bedenken Sie, wie oft man von tödlichen Unfällen hört und liest und überlegen Sie sich eine Zahl, die Sie vor diesem Hintergrund als wahrscheinlich annehmen. Und jetzt schätzen Sie doch mal, wie viele Suizide es beispielsweise in Deutschland innerhalb eines Jahres gibt. Mehr oder weniger als Verkehrstote? Man hört und liest ja schließlich recht selten von Selbstmorden in der Zeitung oder der Umgebung. Was denken Sie? Gleich viele wie tödliche Verkehrsunfälle oder viel weniger oder sogar mehr? Kaum einer ahnt, wie das Verhältnis tatsächlich ist: Mehr als drei mal so viele Menschen bringen sich jedes Jahr in Deutschland um, wie bei Verkehrsunfällen um’s Leben kommen. Das sind ca. 3.000 Verkehrstote gegenüber ca. 10.000 Selbstmorden (vgl. Statista.de u.a.). Hinzu kommt, dass regelmäßig eine viel größere Zahl den Suizid versucht und ihn nicht vollendet, weil zum Beispiel noch rechtzeitig von einer anderen Person ein Notarzt gerufen wird. Und ca. 70.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland leiden an Depressionen, aufgrund derer sie gerne sterben würden. Warum haben wir also verhältnismäßig geringe tödliche Verkehrsunfälle pro Jahr und über dreimal so viele Selbstmorde, von denen man kaum etwas mitbekommt in der Öffentlichkeit? Die unterschiedlich hohen Todeszahlen sind vermutlich überwiegend damit zu erklären, dass wir ein ausgeklügeltes Unfallpräventionsprogramm in Deutschland haben, das bei der Gesetzgebung bis hin zum Theorielernen in der Fahrschule, durch den Schilderwald im Straßenverkehr hinweg und vorbei an “Runter vom Gas”-Schildern, Blitzern und vielem mehr führt. Ein breit aufgestelltes, gut kommuniziertes und professionelles Suizidpräventionsprogramm hingegen sucht man von staatlich verantworteter und von den Krankenkassen unterstützter Seite leider vergeblich. Da viele Suizide vermutlich schon durch traumatische Erlebnisse in der Kindheit grundgelegt sind, müssten solche Programme sowohl Eltern als auch Kinder dazu anleiten, die häufigsten Depressionsursachen zu meiden und ihnen Strategien sowie psychologische Coachings vorurteilsfrei näherbringen. Medikamente müssten Ärzte in diesem Bereich unabhängiger vom jeweiligen Arzneimittelbudget der jeweiligen Station oder Praxis verschreiben dürfen.

Resultate und Perspektiven aus der Nahtodforschung

Berühmt ist der Satz: “Von den Toten ist noch niemand zurückgekommen!” Weniger berühmt sind die aktuellen Forschungsergebnisse der medizinischen Nahtodforschung, obwohl sie schon erstes Aufsehen erregen. Diese legen nahe, dass das Bewusstsein ohne intaktes Gehirn weiterlebt und zwar ähnlich wie auch wir Menschen in unserer biologischen Zusammensetzung. Wer wissen möchte, ob es möglicherweise tatsächlich eine vor der Vernunft gerechtfertigte Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod gibt oder ob Nahtoderfahrungen nur traumartige Zustände sind, der kann sich entweder gerne die wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema in LifeCompanion kostenfrei durchlesen oder auch einfach hier die Audiodatei aus einer Radiosendung zum Thema anhören.

Ein möglicher Beitrag von LifeCompanion für Hinterbliebene?

Auch wenn LifeCompanion nicht als Plattform für Suizidenten entwickelt worden ist, so kann man doch fragen, ob es nicht einen Mehrwert für Hinterbliebene hat und gerade auch für die Öffentlichkeit, wenn jemand vor seinem Selbstmord diesen Dienst nutzt. Diese Frage kann neben allem weiterem in diesem Artikel sehr gerne im LifeCompanion-Forum, HIER weiter diskutiert werden. Am Beispiel von Tim Bergling alias Avicii kann sich jeder selbst fragen, ob es einem nicht etwas bedeuten würde, wenn er etwa einen letzten Facebookpost festgelegt hätte, der jetzt veröffentlicht würde oder Ähnliches, das man auf LifeCompanion vorsorgen kann.

Genauso wie in der App, bei der man auch einen Depressionstest machen kann, weisen wir auch hier besonders darauf hin: Wenn Sie oder jemand Ihnen Bekanntes unter einer Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111.